Frohe Weihnacht

Der kleine Stern – eine kurze Weihnachtsgeschichte

Weihnachten ist meine liebste Zeit. Dazu fallen mir immer wieder neue Sachen ein, die ich kreieren kann. Ich habe eine weihnachtliche Kurzgeschichte geschrieben, die sich thematisch auf 2 Aquarell Zeichnungen orientiert. Zu denen habe ich jeweils ein Adventskalender Set gestaltet.

Die Hauptfigur meiner kurzen Weihnachtsgeschichte ist der Stern. Ich wünsche dir viel Spaß beim Lesen!

Der kleine Stern

Es war einmal ein kleiner Stern, hoch oben in der dunklen Weihnachtsnacht. Traurig schaute er auf die bunten, warmen Lichter in der Stadt hinab. Wie gerne wäre da unten.

Aber er hatte eine Aufgabe zu erfüllen. Eine sehr wichtige sogar. Dem kleinen Stern wurde aufgetragen, heute Abend so hell zu strahlen wie er nur konnte.

Denn er war der Leitstern. Ohne ihn würden die Weisen aus dem Morgenland ihr Ziel nicht finden, sagte seine Mama.

Der kleine Stern fühlte sich aber so allein hier oben. Das machte ihn sehr traurig.

„Ganz kurz einmal gucken“, dachte sich der kleine Stern und stieg hinab in die Stadt. Mit großen Augen sah er sich die ganzen Lichter an.

So bunt und so hell und so warm. Das gefiel ihm. Neugierig schaute er in ein beleuchtetes Fenster. Auf einem kleinen Tisch entdeckte er ein Glas Milch und Kekse. Viele Kekse.

„Komm doch rein, kleiner Stern“, sagte plötzlich jemand.

Der kleine Stern erschrak. Woher kam diese Stimme? Schüchtern blickte er durch das Fenster und entdeckte einen Lebkuchen Mann.

Mit einem Löffel in der Hand und einer Weihnachtsmütze. Die war cool. Der Lebkuchen Mann merkte, wie der kleine Stern auf seine Mütze starrte.

„Hier, nimm das“, sagte der Lebkuchen Mann und zeige auf ein Rentiergeweih.

Der kleine Stern schüttelte den Kopf.

„Aber ich bin kein Rentier.“

„Na und? Wir können sein, was auch immer wir wollen.“

Der kleine Stern überlegte. Er schaute auf die Uhr. Ein wenig Zeit hatte er. Daher entschloss er sich, der Einladung des Lebkuchen Manns zu folgen.

Eifrig setzte er sich das Rentiergeweih auf.

Er fühlte sich gleich ganz anders, ganz leicht. Als ob ihm eine schwere Last genommen wurde. Denn er war jetzt ein Rentier, nicht der Leitstern. Das gefiel ihm und er strahlte ein breites Grinsen.

„So lass uns Spaß haben und unsere Bäuche mit Keksen füllen!“

Und so aßen beide knusprige Kekse und tranken die köstliche Milch. Pappsatt, zufrieden und glücklich lehnte sich der kleine Stern an das fast leere Milchglas.

„Das war lustig. Vielen Dank für die Einladung“, sagte der kleine Stern zum Lebkuchen Mann. Der hatte auch gut zugegriffen und hatte einen dicken Bauch. Jetzt ähnelte er dem Weihnachtsmann immer mehr.

Lebkuchenmann

„Hohoho, das freut mich. Das wird ein schönes Fest.“

Erschrocken schaute der kleine Stern auf die Uhr. Durch den ganzen Spaß hatte er seine Aufgabe fast vergessen. Es war Zeit. Der kleine Stern stand auf und legte das Rentiergeweih ab.

„Vielen Dank, lieber Lebkuchen Mann. Ich muss jetzt leider los. Ich habe noch etwas Wichtiges zu tun.“

Der Lebkuchen Mann nickte verständnisvoll und der kleine Stern erhob sich in die dunkle Weihnachtszeit. Er strahlte nun heller denn je. Denn er wollte die Freude, die ihm Zuteil wurde, an alle weitergeben.

Der Lebkuchen Mann schaute zufrieden lächelnd auf den kleinen Stern. Seine Gestalt änderte sich und statt eines Lebkuchen Manns stand nun der wahrhaftige Weihnachtsmann da.

„Fröhliche Weihnacht, kleiner Stern.“

Hat dir meine kurze Weihnachtsgeschichte gefallen?

Ich habe die Kurzgeschichte als kleine PDF mit einem Papyrushintergrund erstellt. Die gibt es als Dankeschön für alle, die sich etwas aus der Kategorie Weihnachten bestellen. Drucke die Geschichte zu Hause aus, schneide die weißen Ränder ab und roll die Seite zusammen. Das ist doch eine schöne Überraschung für einen Lesenachmittag mit Kindern.

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.